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CEO & Founder @ Fampire - Agency & Brand Group
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Serial Entrepreneur | Fractional Executive | M&A, Growth & Marketing | LL.M. Candidate | 100K+ Social Following
I build, acquire, scale and restructure businesses. For 15+ years, I’ve operated at the intersection of entrepreneurship, e-commerce, marketing & PR, M&A and business law. I’ve built 5 brands, 2 marketing agencies, scaled 8 businesses, invested in 10+ startups, advised 200+ companies and been involved in 20+ M&A transactions for my own portfolio. What started with building my first beauty brand in my early 20s evolved into e-commerce businesses, an international marketing & PR agency with 35+ employees, investments and acquisitions across Germany, the UAE and the USA. Today, I bring three perspectives to the table: → Operator & Executor — building, scaling and restructuring businesses → Business Legal & Dealmaker — M&A, investments and legal transactions → Growth & Reputation Strategist — e-commerce, marketing, PR and brand My commercial background is complemented by Business Law and an LL.M. at the University of London, strengthening my perspective on transactions, governance and corporate decision-making. I’m particularly interested in businesses facing growth, transformation, restructuring, succession or international expansion. I selectively take on Board, Advisory Board and Fractional C-Level mandates where entrepreneurial judgment and execution matter. Build what matters. Burn what doesn’t.
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39% Founder / C-level · 27% Marketing
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Public LinkedIn data · Oct 2, 2026
Moral ist erstaunlich billig, wenn andere den Preis dafür zahlen sollen. Du musst dich positionieren. Du musst ein Zeichen setzen. Du musst absagen. Du musst dich distanzieren. Und wenn du es nicht tust, hast du angeblich „kein Rückgrat“. Ich finde diese Entwicklung zunehmend peinlich. Vor allem, weil die moralischen Forderungen an andere häufig erstaunlich viel größer sind als die eigene Zivilcourage. Die Kollegin wird unfair behandelt? Lieber nichts sagen. Der Azubi wird vor allen runtergemacht? Bloß nicht einmischen. Der Chef verhält sich daneben? Schweigen, man braucht schließlich den Job. Die Nachbarin wird offensichtlich häuslicher Gewalt ausgesetzt? Was geht einen die Ehe anderer an. Aber irgendein Superstar soll selbstverständlich eine komplette Tour absagen, Tausende Fans enttäuschen, Arbeitsplätze und Verträge riskieren und erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen tragen, damit wir seine Haltung anschließend für ausreichend befinden. Wie bequem. Haltung zeigt sich nicht darin, anderen vom Smartphone aus vorzuschreiben, welche Opfer sie für die eigene moralische Überzeugung bringen sollen. Haltung zeigt sich dort, wo es einen selbst etwas kostet. Vielleicht sollten wir weniger über das Rückgrat anderer urteilen und öfter prüfen, wie es um das eigene bestellt ist.
Gerichtstermin fällt auf den Tag Ihres geplanten Kaiserschnitts? Dann nehmen Sie doch per Video teil. Manchmal rufen mich befreundete Unternehmerinnen an und fragen nach einer rechtlichen Einschätzung. Und manchmal bin selbst ich kurz sprachlos. Eine Freundin, vertritt ihr Unternehmen in einem kleinen Zivilstreit vor dem Amtsgericht Köln selbst, weil studierte Juristin. Kein Anwaltszwang. Keine besondere Dringlichkeit. Auf der anderen Seite: ein großer IT-Konzern. Dann kam raus: Risikoschwangerschaft. Geplanter Kaiserschnitt. Am selben Tag des Gerichtstermins. Also Antrag auf Verlegung mit vertraulichen medizinischen Nachweisen. Antwort des Gerichts sinngemäß: Der errechnete Geburtstermin sei doch schon länger bekannt. Und warum könne sie nicht per Video teilnehmen am selben Tag? Blick auf den Absender: männlicher Richter. Eine Entbindung ist keine Outlook-Einladung. Eine Frau muss am Tag ihrer Entbindung auch nicht „mal kurz per Video dazukommen“. Einen Anwalt nur für diesen Termin zu mandatieren, der sich komplett in die Sache einarbeiten müsste, steht wiederum in keinem Verhältnis zur geringen Streitsumme. Und jetzt kommt das eigentlich Bittere: Meine Freundin überlegt ernsthaft, einfach zu bezahlen. Nicht, weil sie die Forderung für berechtigt hält. Nicht, weil die Sache es hergibt. Sondern weil irgendwann Seelenfrieden wichtiger ist als für ihr Recht zu kämpfen. Und genau das macht mich fassungslos. Dass offenbar nicht einmal die Geburt eines Kindes und die Gesundheit von zwei Menschen wichtig genug sind, um wegen einer geringfügigen Forderung einen Gerichtstermin um ein paar Wochen zu verschieben. WTF. Aber hey, Deutschland will mehr UnternehmerInnen und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kinder bekommen sollten UnternehmerInnen dann offenbar nur besser außerhalb der Geschäftszeiten und die Gesundheit sollte man Monate im voraus planen.
Als Working Business Mom bin ich eine gefragte Schlagzeile, aber plötzlich eine fragwürdige Geschäftspartnerin. 3 Kinder unter 4. 5 Businesses bootstrapped als Migrantenkind. International leben und arbeiten auf 2 Kontinenten. 1 Geschichte, die alle hören wollen anscheinend. Ich habe sie erzählt in allen relevanten deutschen Medien: BRIGITTE, Business Insider, Cosmopolitan, Süddeutsche Zeitung, auf Bühnen in Panels und in Podcasts. You name it. Aber als ich bei Kind #1 zwei Wochen gehen wollte, verlor ich sechs Wochen vor der Geburt einen Auftrag über 120.000 Euro. Als geschäftsführende Gesellschafterin meiner Firmen wollte ich damals offen und selbstbestimmt damit umgehen. Little did I know. Kein Hochglanzartikel hat diesen Verlust ausgeglichen. Auch nicht die eine Million Views auf meinen LinkedIn-Beitrag über diese Situation. Eine Million Views. 120.000 Euro weniger Umsatz Wochen vor der Geburt. 20 Mitarbeiter auf der Payroll. Geld, das ich brauche, um meine Familie langfristig abzusichern und Arbeitsplätze zu sichern. Bei Kind #2 wurde ich vorsichtiger, kommunizierte meine Auszeit & Elternzeit gar nicht offiziell, sondern schichtete operativ intern die Arbeit um und war nur im Ausnahmefällen erreichbar. Von meiner dritten Schwangerschaft innerhalb von 4 Jahren wusste niemand, der täglich mit mir arbeitet. Außer meinen Mitarbeitern und selbst denen erzählte ich wenig. Damit geht es mir am besten. Ich fühle mich geschützt und sicherer, selbstbestimmter, weil ich meine Kinder im Business verschweige. Denn das ist der Widerspruch: Nach außen wollen alle die erfolgreiche Working Mom feiern. Im Geschäftsalltag wird Mutterschaft plötzlich zum Risiko. Auf den PR Applaus verzichte ich inzwischen gerne. Er bezahlt keine Rechnungen und ich verbiete mir mein Leben mit anderen Menschen zu diskutieren oder gar ihnen die Chance zu geben meine Offenheit zu meinem Nachteil auszulegen. Männer entscheiden schließlich auch selbst, wie viel sie beruflich über ihre Kinder erzählen. Dass ich mich damit sicherer fühle, finde ich manchmal traurig. Meine Entscheidung finde ich richtig.
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Marina Zubrod is a B2B LinkedIn creator based in Germany with 10,750 followers, posting about Marketing, Growth / GTM, and Software. On Naano, one sponsored LinkedIn post by Marina Zubrod costs €450, a fixed price per post.
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